


Investoren sind für Blackvolt die wichtigste Zielgruppe. Die bestehende Website beantwortete keine der Fragen, die in Investoren-Erstgesprächen tatsächlich gestellt werden: österreichische Regulatorik, Erlösstabilität, Netzanschlussfähigkeit, Bankability, Skalierbarkeit. Ohne belastbare Antworten blieb jedes Erstgespräch bei Grundsatzfragen hängen, statt zur Due Diligence überzugehen.
Intern gab es keine Kapazität für Content, Design oder Entwicklung – der einzige Input war ein ausgefüllter Fragebogen. Dazu kamen harte Grenzen: Renditekennzahlen, Finanzierungsstrukturen, Partner- und Investorennamen sowie der Generalunternehmer eines Projekts durften öffentlich nicht genannt werden, verwertbares Bildmaterial gab es nicht, die Regulatorik musste österreichisch statt deutsch sein, und die englische Fassung war an einen laufenden Kapitalraise mit festem Termin gebunden.
Webnique hat das Projekt end to end übernommen: Strategie, Keyword-Recherche, sämtliche Texte, Design und Entwicklung aus einer Hand. Der einzige Input von Blackvolt war ein ausgefüllter Fragebogen sowie Feedback zu zwei Zwischenständen – mehr Abstimmungsaufwand war auf Kundenseite nicht nötig, weil Rückfragen intern statt extern geklärt wurden.
Technisch fiel die Entscheidung gegen ein CMS: Ein statischer Next.js-Build auf Firebase Hosting passte besser zu einem Team ohne Redakteure – schnelle Ladezeiten, keine Angriffsfläche im laufenden Betrieb, kein Pflegeaufwand für Inhalte, die niemand redaktionell betreut.
Der Input von Kundenseite bestand aus einem Fragebogen mit elf Themenblöcken: Zielgruppen, Positionierung, Projektpipeline, regulatorisches Umfeld, Kommunikationsauflagen.
Daraus haben wir Seitenarchitektur, Keyword-Strategie und sieben deutsche sowie elf englische Content-Seiten entwickelt, die jeweils eine wiederkehrende Frage aus Investoren-Erstgesprächen beantworten. Keine Workshop-Schleifen, keine Textabstimmung pro Absatz.
Blackvolt hat zwei Feedbackrunden durchlaufen, der Zeitaufwand auf Kundenseite lag bei wenigen Stunden.

Ein Standort im Bau, der zweite noch ohne Baubeginn, kein verwertbares Anlagenfoto. Stockfotografie hätte gegen die Glaubwürdigkeit gearbeitet, wenn Investoren reale Projekte prüfen.
Wir haben vier Design-Directions in Figma gegenübergestellt, darunter bewusst eine, die nicht funktionieren sollte. Der Kunde musste nicht beschreiben, was er will, sondern auswählen. Gewählt wurde Direction 03, „Blueprint": weiß, schwarz, ein funktionaler Akzentton, kein Grün.
Die Bildwelt haben wir generativ produziert statt lizenziert. So entstanden Motive, die zur Anlagentechnik und zur gewählten Designsprache passen, statt austauschbarer Stockmotive aus fremden Projekten.

Die naheliegende Lösung wäre Webflow gewesen. Wir haben uns dagegen entschieden, weil Blackvolt keine Redakteure hat.
Stattdessen ein statischer Next.js-Build auf Firebase Hosting. Die Inhalte lagen als maschinenlesbare Spezifikation vor, aus der die Entwicklung direkt bauen konnte, inklusive Meta-Angaben und JSON-LD pro Seite. Zehn Schema-Typen, Sitemap, hreflang, Canonicals.
Damit hat Blackvolt eine Website ohne Betriebsaufwand: keine Lizenz, keine Updates, keine Datenbank als Angriffsfläche.

Eine Woche nach dem deutschen Launch stand die englische Version. Der Termin war nicht verhandelbar, weil Blackvolt mit einem Investoren-Teaser an den Markt trat und ein Großteil der adressierten Investoren englischsprachig ist.
Die Keyword-Recherche in der US-Datenbank zeigte, dass geografisch qualifizierte Begriffe dort kein Suchvolumen haben. Also haben wir das Investment verlagert: strukturierte Daten und eine bilinguale llms.txt für die Zitierbarkeit in KI-Suchsystemen.
Elf englische Seiten inklusive Rechtstexten, keine Übersetzung, sondern eine eigenständige Fassung auf Basis des Livestands.
Für Unternehmen, die eine vollständige Website brauchen, aber keine internen Ressourcen für Inhalte und Design haben. Technisch geführte Mittelständler und Projektentwickler mit kleinem Team, bei denen Marketing keine eigene Funktion ist.
